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Prof. Gerauer Rechtsanwälte
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(„Pas­sau­er Neue Pres­se“, 05/2016)

Mehr vom Erbe für pfle­gen­de Angehörige

 

Rechts­an­walt Ralf Nie­ke, Pocking

Fach­an­walt für Erbrecht

Eine Situa­ti­on, die nicht sel­ten vor­kommt: Eine Fami­lie mit zwei erwach­se­nen Kin­dern. Der Sohn lebt 400 km ent­fernt vom Eltern­haus und die Toch­ter am sel­ben Ort wie die Eltern. Nach dem über­ra­schen­den Tod der Mut­ter erlei­det der Vater einen Schlag­an­fall und wird pfle­ge­be­dürf­tig. Die Toch­ter pflegt ihn unter Ein­satz finan­zi­el­ler und per­sön­li­cher Opfer zuhau­se. Der Sohn kommt nur von Zeit zu Zeit zu Besuch.

Hat nun der Vater kein Tes­ta­ment gemacht, erben nach des­sen Tod bei­de Kin­der je zur Hälf­te. Nur wenn die pfle­gen­de Toch­ter die von ihr erbrach­ten Pfle­ge­leis­tun­gen nach­wei­sen kann, könn­te ihr mehr als die Hälf­te vom Erbe zuge­spro­chen wer­den. Um Streit zu ver­mei­den, soll­ten pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge des­halb ein Pfle­ge­ta­ge­buch füh­ren und in die­sem ihre Pfle­ge­tä­tig­kei­ten doku­men­tie­ren. Mus­ter für Pfle­ge­ta­ge­bü­cher gibt es bei den Sozi­al- und Ver­brau­cher­ver­bän­den. Und um ganz sicher zu gehen, soll­te man die­se Auf­zeich­nun­gen von der pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­son gegen­zeich­nen lassen.

Noch bes­ser: der Vater macht ein Tes­ta­ment, in dem er die Toch­ter ange­mes­sen begünstigt.


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